Willi Dillschneider - Fotograf bei STOCK IMAGES AND FINE ART Getty Foundation

"Das Wochenende hat meine Erwartungen weit übertroffen und
war ein Quantensprung für mich, nochmal DANK!
Selbst die in der Kürze der Zeit gemachten Bilder in der Stadt
überraschen mich mit ihrer Qualität - so hätte ich die vor dem
Seminar ganz sicher nicht hin bekommen! Jetzt gibt's
noch viel zu üben - wie schön!"
nach einem Fotoseminar bei der Landeszentrale
für politische Bildung, Baden-Württemberg

"....Man hat eine zum Teil völlig neue fotografische Sicht auf die Dinge bekommen.
Jederzeit gerne wieder, super organisiert und super Dozent."
Ver.di Fotoseminar

"Die Arbeit im Team hat sowohl Spaß gemacht als auch ein
Ergebnis hervorgebracht, auf das wir stolz sein können...."
DHBW Stuttgart

"Seminare dieser Art können gerne häufiger angeboten werden,
da sie einen guten Einblick in die Fernsehbranche bieten
sowie Theorie und Praxis optimal miteinander verbinden."
DHBW Ravensburg



film2 Workshop mit Studierenden in Friedrichshafen

"Das Seminar hat wieder allen Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht."

"Wie immer eine große Hilfe..."
zeppelin university Friedrichshafen

„…nochmals herzlichen Dank für das hochinteressante
Filmseminar, das auch unsere
(Film-)Sehgewohnheiten verändert hat.“
Filmhaus Stuttgart

„Faszinierend fand ich, wie viele Details beim Drehen
zu beachten sind. Ich denke, es hat mich für künftige
Projekte um einiges weitergebracht.“
Akademie Schloss Rotenfels, Gaggenau

"Ich habe selten so viele Informationen aus erster Hand
bekommen. Danke für das tolle Filmseminar."
vhs ulm

„Es hat mir – und wie ich merkte und hörte –
auch den anderen Teilnehmern viel gebracht …
und war eine bestens begleitete Form des Lernens.“
VHS Stuttgart

"Sehr ergiebig und didaktisch auch super."
Design + Kommunikations Akademie Reutlingen

"Wichtig war ein Blick in die Theorie und Praxis.
Wenig Zeit, aber vollständige Arbeit von Anfang
bis Ende. Sehr schön!"
Uni Ulm

"Unser Einstieg 'in die Welt des Films' hat mir riesig Spaß gemacht!"
VHS Böblingen-Sindelfingen

"Der Kurs setzt professionelle Eckpunkte."
VHS Schwäbisch Gmünd

"Unser Film hat uns und den Zuschauern super gefallen,
alle Rückmeldungen waren nur positiv! Und viel gelernt haben wir auch.
Aber ohne Dich hätten wir das niemals so gut hingekriegt!!!!"
Heusteigschule Stuttgart, 8. Klasse

"Habe sehr viel gelernt."
VHS Singen

"Großer Anteil von Dingen, die man selbst praktisch ausprobieren konnte"
zeppelin university Friedrichshafen

"Das Seminar war sehr interessant, hilfreich und praxisbezogen mit
einem kompetenten und angenehmen Dozenten"
VHS Baden-Baden



- - -   P r e s s e e c h o   - - -

NEU!
Bausparfuchs BLOG, Bausparkasse Schwäbisch-Hall , 03. Juli 2012

Film ab !

Ich gebe es zu: meine bisherigen Versuche, selbst aufgenommene bewegte Bilder auf meinem Blog zu präsentieren, kann man eher als kläglich beschreiben. Es ist eben noch kein Kameramann vom Himmel gefallen. Von unseren neuen, wirklich toll gedrehten Werbespots inspiriert, wollte ich das Projekt Video noch einmal angehen. Diesmal jedoch mit einer solideren Basis.

Wo lernt man in Schwäbisch Hall Videos zu drehen? Natürlich an der Volkshochschule, dachte ich mir. Und tatsächlich fand im Fachbereich „Akademie für berufliche Weiterbildung“ am vergangenen Wochenende der erste Kurs „Vom Drehen bis zum Digitalschnitt“ statt. Und ich, der Bausparfuchs, saß mitten drin.

Schuss, Gegenschuss, Achsensprung, lieber Nahaufnahme oder doch amerikanisch. So redet man beim Film. Wie bitte? Ich habe am Anfang auch nichts verstanden. Doch Dozent Willi Dillschneider, seit vielen Jahren Kameramann und Dokumentarfilmer, hat schnell und mit viel Witz sein Fachwissen an uns angehende Kamerafrauen und Kameramänner weitergegeben. „Ich denke schon in Kameraschnitten“, sagt Willi und fügt hinzu: „Mit meinen Seminaren möchte ich das Handwerk vermitteln und Qualität verbessern.

Wir hören alle gespannt zu. Wir, dass sind eine tolle Mischung an Menschen (na, ja und der Bausparfuchs), die irgendwie schon mal etwas mit Videos oder Filmen zu tun hatten. So sitzt da Walther, 70-jähriger Pensionär neben der 14-jährigen Schülerin Lisa.

Daneben sitzt Mira, Weltenbummlerin, ihr gegenüber der promovierte Michael. Videodrehen ist etwas für jeden. Und der Kurs im Haus der Bildung geht auch auf jede Wissensstufe ein. So bereichert „Profi“ Walther, der schon seit der Super8-Ära hinter der Kamera steht und voll ausgerüstet ist, immer wieder mit guten Tipps die Runde. Die Kreativität von Mira macht das Zeichnen der Storyboards erheblich leichter.

Am zweiten Tag dürfen wir dann unser erlangtes Wissen in einem selbst gedrehten Film anwenden. Mir persönlich hat dieser Praxis-Teil besonders gut gefallen, der ohne die Theorie jedoch nie möglich gewesen wäre. Bereits im Januar ist ein neuer Basis-Kurs an der VHS geplant. „Kommt dieser ebenso gut an, dann wird es sicher auch weiterführende Angebote geben“, verrät mir Fachbereichsleiterin Susanne Kalkowski.

Der Bausparfuchs kann den VHS-Kurs nur empfehlen. Denn das Gefühl, seinen selbst gedrehten Film zum Abschluss des Kurses dann in voller Länge zu sehen, ist unglaublich. Und zudem weiß ich jetzt auch, was „amerikanisch“ beim Film heißt: Es ist eine Bezeichnung für einen Bildausschnitt und bedeutet, dass der Protagonist in diesem Fall vom Kopf bis zum Knie gezeigt wird – kommt aus den Western, da man dort noch den Revolver sehen musste.

Ich habe mir fest vorgenommen, mein erlangtes Wissen hier zukünftig in Form von kleinen Videos zu präsentieren. Seid gespannt, ich bin es auch.

[Mit Fotos: http://www.schwaebisch-hall.de/fuchsblog/?p=8800]



Interview "Heilbronner Stimme" Juli 2008

Herr Dillschneider, Sie sind ein gefragter Kameramann und arbeiten u.a. für das ZDF und arte. Was macht für Sie den Reiz aus, Kurse an der Volkshochschule anzubieten?

Wer sich zu meinen Kursen anmeldet, ist ziemlich interessiert an der Filmerei und möchte unbedingt mehr darüber wissen, das erinnert mich an meine eigene Anfangszeit. Und es ist einfach schön, mit hochmotivierten Leuten umzugehen, die ihre Begeisterung auch zeigen. Das vermisse ich etwas in der Branche - da geben sich die meisten eher cool.

Im Kunstsommer in Heilbronn bieten Sie eine Einführung in das Videofilmen für Jugendliche und junge Erwachsene an. Wie unterscheidet sich das Arbeiten mit Jugendlichen von dem mit Erwachsenen?

Bei Jugendlichen achte ich darauf, dass die Etappen bis zu einem sichtbaren Ergebnis kürzer sind. Das heißt, der "Input-Anteil" ist meistens nicht so komplex. Erwachsene Teilnehmer möchten in der Regel brauchbares handwerkliches Rüstzeug, um in der Zukunft ihre Filmideen besser umsetzen zu können. Dafür brauchen sie eine gründlichere Einführung als Jugendliche, die zunächst mal nur das anstehende Projekt ins Visier nehmen. Ich hatte aber auch schon Jugendgruppen, die längerfristig mit der Kamera dokumentieren wollten. Da wurde das Know-how intensiver vermittelt, allerdings über einen längeren Zeitraum.

Haben Sie schon einmal an einem Kunstsommer oder an einem vergleichbaren Ferienprogramm mitgearbeitet?

An der Akademie für Schulkunst in Rotenfels bei Gaggenau gibt es sowohl eine Sommerakademie als auch Workshops für Schüler, z.B. im Rahmen der baden-württemberischen Videofilmtage, die das Landesmedienzentrum dort veranstaltet. Letztes Jahr waren erstmals auch elsässische Jugendliche dabei, eine gute Gelegenheit für alle Teilnehmer, mal über den regionalen bzw. nationalen Tellerrand hinauszusehen. Und ich war baff zu sehen, was die jungen Franzosen filmisch schon alles drauf hatten.

An welchen Projekten arbeiten Sie im Moment oder in nächster Zukunft?

Im Moment haben wir als Filmemacher ein paar Eisen im Feuer, was draus wird, wissen wir aber noch nicht. Diese Unsicherheit gehört eben auch zum Filmgeschäft.

Wie wird man eigentlich Kameramann?

Nach Rom führen bekanntlich viele Wege. Heutzutage gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zum Kameramann ausbilden zu lassen. Man kann z.B. über Mediengestaltung einsteigen oder an einer Filmakademie studieren. Früher sind viele auch über die Schiene Aufnahmeleitung - Kameraassistenz zum Ziel gekommen. Bei mir war es die Filmmusik, die mich zum Film geführt hat. So bin ich an einen bekannten Dokumentarfilmer geraten, bei dem ich dann gelernt habe.



Pforzheimer Kurier, 24.05.2008

Filmreif: "Der Willi" und zwölf quirlige Mädchen. Teenie-Team dreht mit professionellem Kameramann in der Stadtbibliothek

Vor dem ersten Tag am Set "kein Auge zugetan"

"Hallo, ich bin der Willi" stellt sich Willi Dillschneider den Kindern vor, die mit ihm zwei Tage lang die Stadtbibliothek in einen Filmset verwandeln dürfen. Der umgängliche Filmemacher, der oft mit Kindern und Jugendgruppen dreht, bringt das Eis schnell zum Schmelzen.
Die Vorgeschichte: Beim Vorlesewettbewerb der Bibliothek für Kinder der fünften bis siebten Klasse hatten zwölf Mädchen einen Filmdreh mit dem Kameramann gewonnen. "Da gehört viel Mut dazu, vor einer größeren Menge fremder Menschen etwas vorzulesen - das muß man einfach honorieren", findet Barbara Grabl, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek zuständig ist.
Nachdem beim letzten Vorlesewettbewerb mit den Besten ein Hörbuch aufgenommen worden war, wollte man diesmal bei der Medienarbeit bleiben. Sowohl das Hörbuch als auch die Filme sind bei der Bibliothek zu entleihen und werden als Andenken an die beteiligten Kinder verschenkt.
Manche der zwölf Mädchen hatten in der Nacht vor dem ersten Drehtag kaum ein Auge zugemacht. Nicht zuletzt durch Dillschneiders unkomplizierte Art haben sich die jungen Nachwuchs- Filmemacher zu einem äußerst kreativen und quierligen Team gemausert. Das Ergebnis des ersten Tages, an dem mehrere "Lach- und Sachgeschichten" produziert wurden, ist "erstaunlich gut geworden", befindet der Filmemacher. Am zweiten Tag steht die Produktion eines Jugendmagazins auf dem Drehplan. Die Mädchen sind neben Ton und Licht auch für das Storyboard zuständig. Dabei werden einzelne Kameraeinstellungen und der Aufbau der Szenen bestimmt. Und nachdem sie eine Vorstellung der einzelnen Szenen haben, besetzen die mittlerweile alles andere als kamerascheuen Jung-Regieseurinnen dann noch die offenen Rollen mit dem Filmemacher selbst und der verblüfften Barbara Grabl.
Mit scheinbar unendlicher Geduld sitzt Nathalie Sieger für die Moderation des Jugendmagazins an einem Tisch vor einer weißen Wand, die mit ausgeschnittenen Papierbuchstaben dekoriert werden soll. Gleich zwei Mädchen kümmern sich um die Requisite und leisten den Anweisungen der Kamerafrau Chiara Cioconec Folge, die den perfekten Aufbau der Szene durch ihre Kamera kontrolliert.
Die Teilnehmerinnen allesamt zwischen zehn und dreizehn Jahren alt, machen einen richtig professionellen und zugleich aufgeweckten Eindruck. Wer weiß, ob da nicht der Nachwuchs für die deutsche Filmszene von morgen am Werk war....



Badische Neueste Nachrichten, 08.05.07

Begegnungen mit dem Nachbarn
»Videofilmtage Elsass/Baden-Württemberg« in der Akademie Schloss Rotenfels in Gaggenau

Französisch in der Rheinschiene bekam jetzt eine ganz neue Dimension. Die Teilnehmer der "Ersten Videofilmtage Elsass/Baden-Württemberg" übten sich nicht nur in fachlicher Kompetenz, sondern gleichermaßen in der sprachlichen.
Im Alter zwischen 14 und 19 Jahren waren die Teilnehmer, die aus den unterschiedlichsten Schularten links und rechts des Rheins angereist waren. Allerdings galt eine aktive Video-Arbeitsgemeinschft in den Bewerberschulen als Voraussetzung, um jeweils auf vier Schüler und eine Lehrkraft beschränkte Gruppe in die Akademie Schloss Rotenfels zu entsenden. Denn just an diesem Thema galt es zu feilen.
Zur Verfügung stand dabei eine ganze Reihe von Fachleuten. Und auch die hatten zuweilen ihre Not, sich in der fremden Sprache zu bewähren. Wenn das Französisch oder umgekehrt die Deutschkenntnisse nicht weiterhalfen, müsse Englisch oder gar Gebärdensprache herhalten, erklärte Willi Dillschneider, der sichtlich Freude hatte, mit den Gruppen zu arbeiten. Auch wenn der Kameramann und Filmemacher derartige Seminare regelmäßig anbietet, so waren die Videofilmtage auch für ihn eine besondere Herausforderung. Am Ende kamen also nicht nur kompakte und überraschend gute Ergebnisse bei den Studien heraus, die am Schluss in jeweils dreiminütiger Länge vorgeführt wurden. Es blieb auch manche Erkenntnis bei den Dozenten haften, wie bei Willi Dillschneider, der sich ganz besonders für die charmanten Umgangsformen der französischen Schüler begeistern konnte.
Und die nahmen ihrerseits eine Menge Know-how mit. Fit gemacht durch den Besuch der SWR-Studios und Kurse über Filmschnitt, Produktion und Aufnahmetechniken, rückt auch die Begegnung mit dem europäischen Nachbarn in den Fokus. Die anfänglichen Sprachbarrieren bröckelten rasch, denn die Schüler arbeiteten nicht nur drei Tage lang zusammen, sie verbrachten auch die Freizeit gemeinsam und waren auf dem Campus der Akademie zusammen untergebracht, wie Christoph Ammon, Pädagogischer Referent des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg betonte.
Die Mittel hierfür waren dank verschiedener Sponsoren, aber auch durch das Kultusministerium des Landes zur Verfügung gestellt worden.






Im Untersuchungsbericht zum Programm "Jugend und verantwortungsvolle Mediennutzung" der Landesstiftung Baden-Württemberg wird ein film²- Medienprojekt porträtiert.

"Jugend und verantwortungsvolle Mediennutzung - Medien und Gesellschaft". Untersuchungsbericht des Forschungsinstituts tifs e.V. (Autoren: Helga Huber, Gerrit Kaschuba, Barbara Stauber). Schriftenreihe der LANDESSTIFTUNG Baden-Württemberg; 26. Stuttgart, April 2007. Abschnitt 3.1 CAM, Seite 30/31.

Online Publikation (pdf)



Odenwälder Zeitung, 03.07.06

"Jeder ist Filmemacher, aber kaum einer weiß es"
MLS-Schüler erfahren einige Tricks aus dem Repertoire eines professionellen ZDF-Mitarbeiters

Rimbach (naj) "Jeder Fernsehzuschauer ist Filmemacher - er weiß es nur noch nicht." Schüler der Klassen zehn bis zwölf des Martin-Luther-Gymnasiums hören Willi Dillschneider gebannt zu. Jeder soll Filmemacher sein? Wie das? Der freie Mitarbeiter und Filmemacher des ZDF's in Mainz und Dozent an der Berufsakademie Stuttgart und der Zeppelin-University in Friedrichshafen (Bodensee) erklärt es: Die Zuschauer sind vom Fernsehen verwöhnt, so Dillschneider. Alles sei so perfekt; Bild, Licht und Ton. Umso schwerer hätten es die Amateur- und semiprofessionellen Filmer. Eine Studie beweise, dass wenige kleine Fehler die Wahrnehmung der Filmqualität drastisch senkten; statt in höchsten Tönen gelobt zu werden, hörten die Amateure allenfalls noch ein "war ganz ok".
Zudem würden die nächsten Einstellungen nach einem Fehler nicht wahrgenommen, so gut die Sequenzen auch sein mögen. Daher müßten sich die Hobbyfilmer an ein so hohes Niveau anpassen. Um das zu erreichen, vermittelte der Kameramann sein Know-how aus vielen Jahren Praxiserfahrung in dem Seminar an die Schüler.
Das erste von zwei zweitägigen Seminaren fand für eine 14-köpfige Kindergruppe von durchnittlich zwölf Jahren statt. zunächst wurde der Nachwuchs langsam an die Thematik herangeführt. Der Filmemacher erklärt erst die Grundlagen, unter anderem wie man eine Kamera bedient, bevor es dann an die ersten "Storyboardübungen" ging. Ein Storyboard ist die Visualisierung von Drehbüchern und Planung einzelner Filmszenen mittels skizzenhafter Darstellung vor dem eigentlichen Drehbeginn. Anhand der Beispiele Tischfußball-, Billiard- und Kartenspiel durften die Kinder ihr erworbenes Wissen austesten. Danach ging es an die ersten Drehversuche. Relativ selbstständig erarbeiteten sich die Kinder ein kleines Musikvideo und vertonten dies auch. Am zweiten Tag wagten sie sich an etwas Schwierigeres: Sie drehten ein Magazin, ähnlich dem "heute Journal". Dieses setzte sich aus der Außenschaltung, der Moderation und dem eigentliche Thema, der Schule, zusammen.
Die Schüler der klassen zehn bis zwölf wurden in dem zweiten Seminar schon mehr gefordert. Für eine bessere Bildqualität wurden hilfreiche Tricks zum Thema Weißabgleich, Schärfe, Blende sowie Ton- und Lichtoptimierung verraten.
Darüberhinaus beschäftgte sich das Seminar mit Einstellungsgrößen von Detail bis Totale, verschiedene Kamerapositionen, Perspektiven, wie Frosch und Vogelperspektiven, dem Achssprung, sowie der Verlängerung und Verkürzung der Realzeit.
Am Ende wurde auf das "Storyboard" eingegangen und der erste Tag mit einer Übung beendet.
Der zweite Teil des Seminars beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Dreh eines Magazins. Allerdings fiel dieses weitaus komplexer aus als das der jüngeren Kinder. Dieses Magazin soll auf ein Gesprächsrunde zum Thema Streitschlichter und Gewaltprävention erweitert werden. Dazu wird nicht nur ein komplettes Storyboard verlangt, sondern auch ausgefeilte Texte und Fragen.
" Das Seminar hat mir sehr viel gebracht. Es ist auch mal angenehm, von einem routinierten Kameramann ein paar Tricks zu erfahren, anstatt sich alles aus Handbüchern anlesen zu müssen, die sich meist fernab der Realität bewegen", fasste eine Telnehmerin des Seminars ihre Eindrücke zusammen.



Darmstädter Echo, 07.10.05

"Kein Traumjob, aber es macht Spaß"
Kunst und Medien: Schüler aus Rimbach und Heppenheim begleiten eine Tagung im Odenwaldinstitut als Filmteam

TROMM/RIMBACH. Auf dem blauen Bildschirm tickt die Uhr, die man schon so oft gesehen hat. Drei, zwei, eins, dann schlägt es acht, und der Tagesschau-Jingle ertönt – und plötzlich ist da Lisa Groh im Bild. "Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen", sagt die Schülerin, und dann: "Wir berichten heute in einer Sondersendung von der Tagung "Bildung und Be-Geisterung" im Odenwald-Institut auf der Tromm."
Professionell kommt der Schnitt, und der Zuschauer sieht Wolfgang Greiner vor dem Trommer Hof stehen, im schicken Sakko, ein Mikrofon wird ihm hingehalten. Über Inhalt und Zweck des Seminars muss der Institutsleiter Rede und Antwort stehen, das Schülerteam lässt nicht locker. "Wie im echten Fernsehen", schwärmt Projektleiter Willi Dillschneider.
Damit kennt sich der Filmemacher aus. Er arbeitet als Kamermann und Filmemacher für die ARD, ZDF und viele der Dritten, hält Seminare an Hochschulen und in der der Jugend- und Erwachsenenbildung. Ein lässiger Job, zumindest mit den Schülern vom Rimbacher Martin-Luther-Gymnasium und der Martin-Buber-Schule in Heppenheim.
Der Tag startet mit einer Redaktionssitzung im Arbeitszimmer des neunköpfigen "Filmteams" – "da wird überlegt, was uns interessiert und was gedreht werden soll", erklärt Dillschneider. Die Moderationen und Interviewfragen werden geplant und aufgeschrieben, der Tagesablauf wird im Groben bestimmt. Anschließend sind die Schüler am Zug.
In drei Teams schwärmen sie aus, sammeln Interviews, Mitschnitte von Reden und Statements der Seminarteilnehmer – fast ohne Hilfe des Projektleiters. Wie man Filme macht, haben die Rimbacher im Wahlpflichtunterrichtsfach "Kunst und Medien" geübt.. Die Lehrer Volker Hahl und Norbert Nürnberger haben die Veranstaltung ins Leben gerufen, erst als Wahlpflichtunterricht, später als AG.
"Wir sind da ein bisschen mit vertraut, wir haben das schließlich zwei Jahre lang gemacht", bekräftigt Lukas Dörsam lachend. Viele Teilnehmer können sich das Filmemachen auch als Beruf vorstellen. "Als Traumjob würde ich es jetzt nicht bezeichnen", ergänzt der MLS-Schüler, es sei aber "auf jeden Fall eine Arbeit, die Spaß macht", das sieht er genauso wie sein Kumpel Deniz Taktak. Mandy Szorcsik von der Martin-Buber-Schule in Heppenheim findet die Arbeit mit den vielen Pädagogen spannend; zwei Drittel der Tagungsteilnehmer sind Lehrer. Das sei wie ein Perspektivenwechsel, erklärt die Mittelstufenschülerin. Plötzlich stellen mal die Schüler die Fragen, und die Lehrer müssen überlegen, was sie darauf antworten.
Das Kamerateam war während des dreitägigen Seminars immer mittendrin, am Ende des Tages wurde die Arbeit des Filmteams jeweils öffentlich gezeigt. "Ich wollte die Schüler als "Betroffene" der Veranstaltung unbedingt dabei haben", betont Institutsleiter Wolfgang Greiner. "Es ist, als wären die Schüler schon ganz lange da und ein fester Bestandteil von uns", zog Greiner schon am Samstagnachmittag ein positives Resümee.
Am Ende des dreitägigen Projekts stand für die Schüler ein zwölfminütiger Streifen im Tagesschau-Format – komplett mit Nachrichten, Interviews und, statt Wetterbericht ein witziger "Bildungsbericht".
Öffentlich gezeigt wird der Kurzfilm nicht, aber darum geht es Filmemacher und Projektleiter Dillschneider auch gar nicht. "Ich glaube, das sich die Schüler lange an ein solches Projekt erinnern werden", versichert der Profi.
Er merke auch, dass es für die Schüler etwas ganz außergewöhnliches sei, einmal mit Leuten aus der Praxis zusammenzuarbeiten.
Auf dem Gebiet der Jugendbildung ist Dillschneider schon lange kein Neuling mehr. In Stuttgart hat der Filmemacher,der eigentlich Musik studiert hat, mit jungen Russlanddeutschen und Jugendlichen türkischer und eritreischer Herkunft Filme gedreht – oft an so genannten "Problemschulen".
Die hätten oft andere Sachen im Kopf gehabt als seriösen Journalismus à la Tagesschau, räumt Dillschneider mit einem Grinsen ein – beispielsweise in dem Kurzfilm, den er mit den türkischen Jugendlichen aus Stuttgart gedreht hat. Da spielen die Jungs eine Gruppe von Gangstern, denen die Mädchen aus der Parallelklasse das Hasch geklaut haben.